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AKTUELLES

Giftige Frühlingspflanzen für Haustiere

April 2026

Der Frühling ist da! Und mit ihm blühenden die prächtigsten Blumen. Aber was für uns schön aussieht, kann für unsere Haustiere schnell gefährlich werden! Für Hunde, Katzen und kleine Pflanzenfresser wie Kaninchen und Meerschweinchen kann das schnell zum Problem werden! Je nach Pflanze reichen bereits kleine Mengen aus, um ernsthafte Vergiftungserscheinungen auszulösen.

Tulpen / Narzissen (Osterglocken)

Warum giftig: Enthalten reizende Alkaloide, die vor allem in der Zwiebel hochkonzentriert sind.

Symptome: Erbrechen, Durchfall, vermehrtes Speicheln, Unruhe, in schweren Fällen Krämpfe.

Wann zum Tierarzt: Wenn Zwiebeln gefressen wurden oder erste Symptome auftreten, sollte zeitnah gehandelt werden!

Hyazinthen

Warum giftig: Vor allem die Zwiebeln enthalten Stoffe, die Magen und Haut reizen können.

Symptome: Magen-Darm-Reizung, Erbrechen, Durchfall, Haut- und Schleimhautreizungen.

Wann zum Tierarzt: Bei Symptomen oder wenn Zwiebeln aufgenommen wurden.

Krokus / Herbstzeitlose

Warum giftig: Der Frühjahrskrokus ist meist nur mild giftig, der Herbstzeitlose ist wirklich gefährlich!

Symptome: Erbrechen, Durchfall, Schwäche, im schlimmsten Fall schwere Vergiftungserscheinungen bis hin zu Organversagen.

Wann zum Tierarzt: Bei Verdacht auf Herbstzeitlose sofort! Beim normalen Krokus bei Symptomen abklären lassen.

Maiglöckchen

Warum giftig: Die Blüten enthalten Stoffe, die direkt auf das Herz wirken.

Symptome: Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Schwäche, im Extremfall Herzstillstand.

Wann zum Tierarzt: Immer sofort bei Aufnahme, auch ohne Symptome. Hier sollte keine Zeit verloren werden!

Rhododendron / Azalee

Warum giftig: Bestimmte Inhaltsstoffe beeinflussen das Nervensystem.

Symptome: Speicheln, Erbrechen, Unsicherheit beim Laufen, Kreislaufprobleme.

Wann zum Tierarzt: Bei Aufnahme oder ersten Symptomen zeitnah untersuchen lassen!

Eibe

Warum giftig: Fast alle Pflanzenteile enthalten hochgiftige Taxine.

Symptome: Plötzliche Schwäche, Atemprobleme, Herzversagen, oft ohne lange Vorwarnung.

Wann zum Tierarzt: Sofort! akuter Notfall.

Kirschlorbeer

Warum giftig: Setzt vor allem bei Zerkauen giftige Stoffe frei.

Symptome: Atemnot, Unruhe, Krämpfe, Schleimhautreizungen.

Wann zum Tierarzt: Bei Verdacht immer zeitnah, bei Symptomen sofort.

Buchsbaum

Warum giftig: Enthält Stoffe, die das Nervensystem reizen.

Symptome: Erbrechen, Durchfall, Zittern, Krämpfe.

Wann zum Tierarzt: Bei Symptomen oder gesicherter Aufnahme.

Hahnenfuß (Ranunkeln)

Warum giftig: Frische Pflanzen enthalten reizende Substanzen.

Symptome: Speicheln, Reizungen im Maulbereich, Durchfall.

Wann zum Tierarzt: Meist mild, aber bei deutlichen Symptomen auf jeden Fall abklären lassen. Diese Pflanze ist vor allem für Kaninchen und Meerschweinchen gefährlich!

 

Die meisten Vergiftungen entstehen vor allem aus Neugier und beim Knabbern. Kaninchen und Meerschweinchen fressen aktiv Pflanzen, Hunde buddeln gern und probieren alles aus.

Mit etwas Aufmerksamkeit lassen sich viele Risiken im eigenen Garten oder während Spaziergängen gut vermeiden!

Im Zweifel gilt: Lieber einmal zu früh zum Tierarzt als zu spät – gerade bei unbekannter Pflanzenaufnahme oder unspezifischen Symptomen.